Was ist Passivhaus
Ein Passivhaus ist laut Definition des Passivhaus-Instituts Darmstadt ein Gebäude, in dem fast ohne Heizverteilsystem im Winter und ohne Klimaanlage im Sommer eine hohe Behaglichkeit erreicht werden kann. Das Haus heizt und kühlt sich "passiv". Auf ein konventionelles Heizverteilsystem kann meist verzichtet werden, weil die Wärmeverluste des Bauwerks durch eine optimierte Gebäudehülle bis zu 80 - 90% minimiert werden.

In Zahlen ausgedrückt versteht man unter einem Passivhaus ein Gebäude

- dessen Jahresheizwärmebedarf 15 kWh/(m²a) [entspricht etwa 1,5 Liter Heizöl pro m² und Jahr] und
- dessen Primärenergiekennzahl für Restheizung, Warmwasserbereitung, Lüftung und Haushaltsstrom 120 kWh/(m²a) nicht überschreitet.

Passivhäuser vereinen modernste bauphysikalische Erkenntnisse mit höchster Energieeffizienz und Nutzerqualität. Dabei ist das Passivhaus keine neue Bauweise, sondern ein Baustandard, der besondere Anforderungen bezüglich Architektur, Technik, Ökologie und Komfort festlegt und weiterentwickelt. Bei ca. 10.000 umgesetzten Passivhäusern seit 1991 sprechen wir nicht mehr von Forschung und Entwicklung sondern von einem Baustandard, der seit Jahren eine jährliche Zuwachsrate von über 100% aufweist.